WIRKUNGSWEISE DER HOMÖOPATHIE
In der konventionellen Therapie werden die sichtbaren Symptome behandelt, z. B. Antibiotika gegen Bakterien, entzündungshemmende, abschwellende, schmerzstillende Mittel bei Entzündungen, Abführmittel bei Verstopfung.
Die Arzneimittelwahl ist in erster Linie abhängig von der Art der Erkrankung.
Die Homöopathie setzt individuell einen spezifischen Reiz, um die Eigenregulation (d. h. die Selbstheilungskräfte) des Organismus anzuregen, d. h. die Arzneimittelwahl ist nicht abhängig von der Art der Erkrankung sondern von den individuellen Eigenschaften des Tieres und den Begleitumständen der Krankheit.
Somit zielt die Homöopathie z. B. bei einem Atemwegsinfekt nicht in erster Linie darauf ab, die Viren und Bakterien zu eliminieren, sie setzt durch die Anregung der Selbstheilungskräfte des Organismus einen Reiz, damit es zu einer Abheilung der Schleimhäute kommen kann, da sich auf einer gesunden Schleimhaut keine Krankheitserreger vermehren können und durch die Gesundung der Bronchialschleimhaut Sekretfluss und Husten aufhören.
Auch geht es bei homöopathischer Therapie nicht darum, dass Husten möglichst schnell aufhört. Der Hustenreiz ist grundsätzlich eine gesunde Reaktion des Organismus, um Sekrete nach außen zu bringen. Durch die Unterstützung des Vorganges der Schleimlösung wird die Heilung in Gang gesetzt, ein eher verstärkter Husten sowie Sekretfluss kann für wenige Tage auftreten.
Auffällig bei homöopathischer Therapie ist, dass das Allgemeinbefinden der Tiere sich zuerst verbessert. Sie nehmen wieder Nahrung auf, ihr Verhalten normalisiert sich sehr schnell, die Erkrankung scheint ihnen weniger auszumachen. Dies ist auch immer ein sicheres Zeichen, dass ein gewähltes Homöopathikum seine Wirkung optimal entfaltet. Des Weiteren ist die Heilung oft nachhaltiger, die Anfälligkeit für Rezidive, wie wir sie besonders bei Atemwegserkrankungen und auch Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Pferd kennen, ist wesentlich geringer.